achtung! Broadcast – The Social Audio Company

Mein Rezept für mehr lecker Podcasts – oder auch ein Plädoyer

Drei Soufflés in weißen Töpfen

Kennt ihr das Gefühl, wenn sich ein neuer Corporate Podcast mit vielversprechendem Format ankündigt und ihr beim Anhören merkt, dass die Luft ziemlich schnell raus ist. Pfffffffff. Ich nenne es den Soufflé-Effekt.

Der Host klingt zu glatt, um Mensch zu sein. Präsentiert mehr als er sich interessiert. Der Gast oder die Expertin wird per Videocall direkt inklusive Hall und Raum aufgezeichnet. Das Gespräch zerfließt in seichte Breite und Dynamik hat bestenfalls das Sounddesign. Apropos Gespräch: Manchen Themen stünde vielleicht auch eine Collage oder Reportage, ein episodisches Erzählen, ein Quiz, eine Castingshow mit Flow, ein Shortcast mit meinungsstarkem Monolog, weniger Promis, mehr Frauen, überhaupt Diversität… einfach eine Idee inklusive professioneller Umsetzung.

Es gibt so vieles, was sich vorstellen lässt und einiges, was so nicht mehr klingen muss.

Ich bin überzeugt von Audio, vom packenden Geschichtenerzählen mit Stimme und Ton, vom ausgeruhten oder aufwühlenden miteinander Reden, von spleenigen Formaten und fein justierten Effekten. Vor allem aber bin ich überzeugt davon, dass jedes Audio seine beste Version verdient – und noch viel mehr bin ich davon überzeugt, dass das möglich ist.

Innovatives und hochwertig produziertes Audio schmeichelt unseren Hörgewohnheiten und schärft unsere Sinne fürs Zuhören.

Ich freue mich, dass immer mehr Agenturen, Studios und Autor*innen Podcasts kreieren, sie mit relevanten Fakten garnieren und es schaffen, uns auf Audio einzustimmen. Davon können auch Corporate Podcasts profitieren. Doch wenn Audio langsam aber sicher zur stabilen Größe im Marketingmix wird, sollten Bands und Unternehmen auch hier ihr Qualitätsversprechen einlösen.

Es ist kein Geheimnis noch eine Frage von Glück oder gar Geld, ein rundum hörenswertes Stück Hörkunst zu kreieren.

Ich nenne es bewusst Kunst und denke dabei Pflicht und Kür im Duett. Kür ist für mich der Mut, wilde Formate zu ermöglichen. Pflicht bedeutet für mich, sich dafür die passenden Zutaten zu sichern. Ich zum Beispiel weiß nicht, wie man ein Soufflé mit Geschmacks- und Formgarantie backt. Gut, dass es Leute gibt, die mich dabei beraten können.